Schmutzige Liste der Sklavenarbeit

Im Rahmen des Erlasses Nr 2/2011 schuf die brasilianische Bundesregierung im Jahr 2003 eine „Schmutzige Liste“. Auf dieser Liste, welche durch das Arbeitsministerium und das Menschrechtssekretariat der Bundesregierung geführt und regelmässig aktualisiert wird, sind die Namen der Arbeitgeber, bei welchen Sklavenarbeit aufgefunden wurde, veröffentlicht. Fuer die praktische Nutzung dieser Liste haben die Internationale Arbeitsorganisation, das Ethos Institut und die Nichtregierungsorganisation Repórter Brasil ein einfaches Recherchesystem entwickelt. Unternehmen, die den „Nationalen Pakt zur Ausrottung der Sklavenarbeit in Brasilien“ unterschrieben haben können damit überprüfen, ob ein bestimmter Betrieb auf dieser Liste steht. Mit Hilfe dieses Mittels kann ein Unternehmen leicht herausfinden, welche Zulieferer von der Lieferantenliste gestrichen werden sollten.

Ein Unternehmen wird in diese Liste aufgenommen, wenn alle gegen ihn laufenden Verfahren abgeschlossen sind. Einmal auf der Liste, kann der Name erst nach einer zweijährigen Beobachtungszeit gestrichen werden. Erst wenn in diesem Zeitraum keine Wiederholung des Verbrechens beobachtet wurde und alle Strafen, sowie eventuelle Arbeits- und Sozialversicherungsschulden bezahlt worden sind, wird der Name von der Liste genommen. Die Bundesregierung verbietet, dass die aufgelisteten Besitzer an Kreditprogrammen der nationalen Finanzierungsfonds teilnehmen. (Erlass ANI Nr. 1150, vom 18. November 2003). Diese Kreditverträge werden von drei Banken verwaltet: Banco do Nordeste do Brasil, Banco da Amazônia und Banco do Brasil. Die Banco do Brasil verbietet den Abschluss von Kreditverträgen mit Unternehmern, die in der schmutzigen Liste aufgeführt werden. Der Zugang zu den Daten ist frei und der Inhalt wird regelmässig mit Daten der Arbeitsüberprüfungsabteilung des Arbeitsministeriums aktualisiert.

 
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  • Bundesland

Bemerkung: Nicht alle Aktivitäten werden aufgelistet.


  DIE NRO REPÓRTER BRASIL, SKLAVENARBEIT IN BRASILIEN